Baumfällung Schonende Baumentfernung von der Spitze bis zur Wurzel

BaumFällung mit der Seilklettertechnik (SKT)

Leider ist ein Baum trotz vieler Bemühungen nicht immer zu retten und daher bleibt manchmal nur noch eines übrig: den Baum zu fällen. Hierbei gehen wir ebenso ganzheitlich vor wie bei der regulären Baumpflege: mit der Baumfällung mit Hilfe der Seilklettertechnik (SKT). Vorher klären wir Sie über die konkrete Vorgehensweise und gewisse rechtliche Bestimmungen im Rahmen der Baumfällarbeiten auf.

Baumfällung – lieber den Profi ranlassen!

Motorsäge anschmeißen, ansetzen, Baum fällen – so einfach ist es leider nicht, einen Baum zu entfernen. Weder auf dem eigenen Grundstück noch auf öffentlichen Grundstücken.

Beim Fällen von Bäumen müssen auch die äußeren Umstände mitbedacht werden:

  • Wird die Verkehrssicherheit beeinträchtigt?
  • Ist genug Platz um den Baum herum vorhanden?

Umfeld beim Baumfällen mitberücksichtigen

Je nach Höhe des Baumes sollte er nicht einfach am unteren Stamm abgesägt oder mit der Axt gefällt werden. Die Fallrichtung des Baumes lässt sich nicht immer zu 100% vorhersagen und er könnte umliegende Bäume, Häuser, Autos oder sogar Menschen gefährden und schädigen. Darum gehen wir nach Möglichkeit immer mit der weitaus schonenderen Seilklettertechnik (SKT) an die Arbeit. Oder wir sichern den Baum mit Zugseilen, damit er in die richtige Richtung fällt. 

Stück für Stück wird der Baum gefällt

Baumfällung & Klettertechnik ist die ideale Kombination, weil wir Stück für Stück mithilfe des sogenannten Riggings den Baum abtragen können. So verursachen wir weitaus weniger Beeinträchtigungen an den umstehenden Bäumen, Gebäuden und der restlichen Umgebung. Aber wie gehen wir bei der Fällung eines Baums mit SKT vor?

Baum fällen, aber richtig – mit der SKT-Technik

Die Seilklettertechnik ist ein baumumfeld- und baumschonendes Arbeitsverfahren. Die optimale Maßnahme, wenn es darum geht, einen Baum auf engstem Raum zu fällen oder Korrektur- und Pflegeschnitte im oberen Astgeflecht bzw. der Krone durchzuführen. 

Mit SKT hoch in die Baumkrone

Abgesichert durch Seile, Karabinerhaken und Sicherungsknoten, ist es uns mit der Seilklettertechnik möglich, bis in die Baumkronen zu gelangen. Somit können wir selbst die höchsten Bäume bedienen, bei denen mechanische Arbeitsgeräte wie Hubarbeitsbühnen aus Platzgründen an ihre Grenzen stoßen.

Von der Krone bis zur Wurzel schonend Bäume fällen

Mit der Seilklettertechnik ist das überhaupt kein Problem: Wir klettern einfach den Baum selbst hinauf! So können wir die Bäume mithilfe der Rigging-Technik flexibel von der Krone bis zur Wurzel Stück für Stück abtragen und die Aststücke langsam und sicher mit Seilen zu Boden lassen. 

Ablauf einer Baumfällung mit SKT

Zuerst einmal sichern wir uns und den Baum umfassend ab. Sowohl die Äste des Baumes als auch die Umgebung. Mithilfe der SKT klettern wir flexibel bis in die Baumkronen, wo wir mit Seilen die Äste sichern und Stück für Stück absägen können.

Auch größere Äste können auf diesem Wege zerkleinert und mithilfe des Riggings mit Seilen und Reibungserzeugern gesichert zu Boden gelassen werden. 

Mit dieser Technik können wir die gesamte Baumfällung schonend und kontrolliert durchführen, ohne dass wir in der unmittelbaren Umgebung unnötige Schäden oder Verletzungen verursachen.

Baum fällen – welcher Zeitraum ist erlaubt?

Ohne triftigen Grund können wir einen Baum nicht einfach fällen, wenn der Besitzer es gerne möchte. Denn wie auch bei der Baumpflege spielt auch bei der Baumfällung der Zeitraum in den gesetzlichen Richtlinien eine große Rolle.

Wann darf ein Baum auf dem Privatgrundstück gefällt werden?

Prinzipiell dürfen nur in den Monaten Oktober bis einschließlich Februar Bäume gefällt werden. In den übrigen Monaten ist es aufgrund der Nist- und Brutzeit per Bundesnatur&shyschutzgesetz untersagt, weil wir sonst unter Umständen darin nistende Vögel oder andere zu schützende Tiere beeinträchtigen würden. 

Liegen jedoch schwerwiegende Störungen oder irreparable Erkrankungen vor, ist der Baum abgestorben und droht umzukippen oder ähnliche Fälle, darf er mit entsprechendem Gutachten oder mit Beurteilung einer fachkundigen Person und mit entsprechenden individuellen Maßnahmen auch außerhalb des offiziellen Zeitraums gefällt werden. 

In NRW gibt es die Besonderheit, dass Bäume auf gärtnerisch genutzten Grünflächen (dazu zählt der Privatgarten) auch innerhalb dieser Zeit gefällt werden dürfen, wenn keine Vögel oder andere unter Schutz stehende Tiere gestört werden.

Nach der Fällung: Baumstumpf entfernen

Um den übriggebliebenen Baumstumpf zu entfernen, stehen generell mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Baumstamm ausheben

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Mit einem Bagger oder anderen Geräten lassen sich die Baumwurzeln ausgraben. Das eignet sich eher für junge Bäume, wenn die Wurzeln noch nicht so tief sind. Je tiefer sie sind, desto größer ist der Aufwand, um die Baumwurzel entfernen zu können. 

Baumstumpf ausfräsen

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Diese Methode ist schonender, als die Baumwurzeln ausgraben zu müssen, weil keine Löcher gegraben werden müssen. Außerdem vermeidet das Entfernen der Baumwurzel mit Wurzelfräsen Kollateralschäden durch den Bagger. Wenn das Fräsgut bzw. die Späne im Fräsloch verbleiben, fallen keine Entsorgungskosten an (Transport und Deponie), nachdem man die Baumwurzel hat entfernen lassen.

Baumstumpf verrotten lassen

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Natürliche Verrottung kann Jahre dauern. Mithilfe von Kompost oder Dünger kann die natürliche Zersetzung beschleunigt werden. Von der Nutzung gefährlicher Chemikalien, um die Baumwurzel zu entfernen, raten wir allerdings aus Gründen des Umweltschutzes dringend ab! Die Information, die Sie suchen, ist nicht dabei? Sie möchten die Wurzeln eher umlenken und schützen als ausgraben? Dann finden Sie weitere Informationen in unserer Rubrik » Baumschutz.

Keine Baumfällung ohne Ersatzpflanzung?

Mit einer Genehmigung zum Baum fällen geht meist die Auflage einher, eine Ersatzpflanzung vorzunehmen. Sie stellt einen Ausgleich für den Eingriff in die natürliche Landschaft dar und soll davon abhalten, nach Belieben jeden Baum zu fällen, der nicht ins Gesamtbild passt.

Diese Verpflichtung gilt allerdings nicht für abgestorbene Bäume. Die Anzahl der nachzupflanzenden Bäume richtet sich nach dem Wert des jeweiligen Baumes, der gefällt werden soll. Nicht immer kann eine entsprechende Anzahl von neuen Bäumen gepflanzt werden. Dann kann man mit einer entsprechenden Ausgleichszahlung die Ersatzpflanzung umgehen. 

Wir beraten Sie gerne zu den jeweiligen Bestimmungen und besprechen die näheren Einzelheiten bei einem Besichtigungstermin vor Ort. Sprechen Sie uns an! 

Baum fällen auf eigenem Grundstück?

Zu viel Schatten, zu wenig Platz und der Nachbar fühlt sich auch gestört: Es gibt immer wieder Gründe, Bäume auf privaten Grundstücken fällen zu wollen. Doch hier sollten Sie aufpassen – das Bäumefällen auf einem Privatgrundstück ist auch nicht ohne Weiteres erlaubt.

Wer Bäume ohne Genehmigung und auch noch in der Schutzzeit fällt, für den kann es unter Umständen richtig teuer werden. Denn es ist nach dem Bundes­natur­­schutz­gesetz (BNatSchG) verboten, Bäume außerhalb des offiziellen Zeitraums von Oktober bis Februar zu fällen.

Regionale Baumschutzsatzung regelt, was wann gefällt werden darf

Bis zu wie viel cm Durchmesser Sie Bäume im Garten auch ohne Genehmigung fällen dürfen, ab wann eine Genehmigung unumgänglich wird und wann überhaupt ein Baum gefällt werden darf – all das regelt die sogenannte Baumschutzsatzung oder Baumschutzverordnung

Diese wird von Städten und Gemeinden erlassen und kann je nach Region unterschiedlich sein. Gerne informieren wir Sie über bestehende Richtlinien bei einem Besichtigungstermin vor Ort, damit wir uns die örtlichen Gegebenheiten anschauen können. 

Baum fällen – Kosten & Preise

Die Kosten für eine Baumfällung richten sich nach verschiedenen Faktoren und können schlecht pauschalisiert werden. Die Höhe des Baumes spielt eine große Rolle, ebenso die Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, die Entsorgung, die Genehmigung zum Fällen des Baumes und auch die Baumwurzelentfernung.

Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot und sprechen anfallende Kosten mit Ihnen ab. Hierzu vereinbaren wir einen Termin mit Ihnen, bei dem wir uns einen Eindruck von dem zu fällenden Baum verschaffen können. Erst danach wissen wir, welche Maßnahmen anfallen, wie aufwendig das ganze Unterfangen wird und können Ihnen konkrete Zahlen nennen.

Häufige Fragen zur Baumfällung

Obstbäume bzw. Bäume im eigenen Garten oder in einer Kleingartenanlage dürfen in vielen Fällen ohne Genehmigung gefällt werden. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: Eichen, Ulmen, Platanen oder auch Linden beispielsweise dürfen nicht gefällt werden. Wer sich unsicher ist, sollte am besten bei der zuständigen Gemeinde nachfragen, da die Vorgaben meist von Ort zu Ort unterschiedlich sein können. Auch sollte auf eine ausgleichende Baumpflanzung nach dem Fällen geachtet werden.

Nadelbäume dürfen vom 01. Oktober bis Ende Februar gefällt werden, danach beginnt die Vogelschutzzeit. In der Vogelschutzzeit dürfen Nadelbäume in NRW auf gärtnerisch genutzten Grünflächen (der Privatgarten zählt in NRW zu diesen gärtnerisch genutzten Flächen) trotzdem gefällt werden, wenn sichergestellt ist, dass keine Nester zerstört oder brütende Vögel gestört werden. Außerdem muss geprüft werden, ob der Baum durch andere Schutzmaßnahmen geschützt ist, z.B. durch eine Baumschutzsatzung.

Die Zeit vom 01. März bis zum 30. September gilt als Vogelschutzzeit. In dieser dürfen die meisten Bäume regulär nicht gefällt werden. Denn während dieser Monate nisten viele Vögel oder auch andere Wildtiere in den Bäumen. Muss ein Baum in dieser Zeit dennoch gefällt werden, ist eine Genehmigung notwendig. Auf vorhandene Nester sollte auch bei der Baumpflege geachtet werden.

Die Kosten einer Baumfällung setzen sich aus verschieden Faktoren zusammen. Wo steht der Baum? Vorne an der Straße oder hinten im Garten? Ist das Baumumfeld frei oder müssen alle Äste aufwendig abgeseilt werden? Soll alles entsorgt werden oder bleibt alles liegen wie gefällt? Ist der Baum groß oder klein? Ein faires Angebot für eine Fällung oder Pflege kann nur nach einem Ortstermin erstellt werden.

Um einen Baumstumpf nach dem Fällen zu entfernen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Prinzipiell zersetzt sich der Baumstumpf mit der Zeit von selbst, das kann aber Jahrzehnte dauern und ist somit die langwierigste Weise. Selbst mit Hilfsmitteln wie Dünger. Ausgraben geht schneller, bedarf aber viel Arbeit und Kraftaufwand. Am einfachsten und schnellsten ist es, mit einer Fräse die sogenannte Stubbe und auch die Baumwurzeln zu entfernen.

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